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Schon lange bevor das „Drop In Center“ morgens öffnet, klingeln die ersten Kinder draußen vor der Tür Sturm, weil sie endlich herein wollen. Wenn der Tag vorbei ist, haben wir Mühe, die Kinder wieder in ihre Flip-Flops zu stecken und irgendwie raus zu befördern

Schon lange bevor das „Drop In Center“ morgens öffnet, klingeln die ersten Kinder draußen vor der Tür Sturm, weil sie endlich herein wollen. Wenn der Tag vorbei ist, haben wir Mühe, die Kinder wieder in ihre Flip-Flops zu stecken und irgendwie raus zu befördern - das Goodbye-Sagen ist immer wieder eine Zeremonie, die ebenfalls bis zu 30 Minuten dauern kann.

 

Das zeigt sehr deutlich, wie schnell das „Drop In Center“, das erst Mitte Dezember 2014 in dieser Communitiy aufgebaut wurde, zu we love DiCceiner beliebten und unverwechselbaren Anlaufstelle für die Kinder aus den umliegenden Straßen geworden ist.

Wie gewohnt werden von Dienstag bis Freitag Aktivitäten für die Kinder angeboten: Spiele, Basteln, kurze kindgerechte Andachten und Singen etc. für Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 14 Jahre. Nebenher versuchen die Sozialarbeiter im Moment aber besonders, sich auch durch besondere Veranstaltungen und Projekte mehr und mehr in die umliegende Community einzubringen und Aufmerksamkeit auf das „Drop in Center“ zu lenken.
Hier ist in erster Linie das Feeding-Program zu nennen, bei dem regelmäßig dreimal pro Woche für besonders bedürftige Kinder eine sehr konzentrierte aber vollwertige Mahlzeit bereitgestellt wird.

 

Livelihood cAußerdem wird meistens am Nachmittag in einem separierten Raum eine Art Nachhilfeunterricht für Jugendliche angeboten, die die Schule abgebrochen haben. Auch wenn das „Drop in Center“  in erster Linie Anlaufstelle für Kinder ist, gibt es auch Angebote für Erwachsene. Vor 2 Wochen fand z.B. in Kooperation mit einer anderen Stiftung ein Infonachmittag zum Thema „Livelihood and Employment Opportunities“ – wie starte ich mit extrem wenig Startkapital ein kleines eigenes Unternehmen?
Dieses und andere Projekte stoßen auf große Resonanz und es gibt viel positive Rückmeldung, auch wenn man aus deutscher Perspektive natürlich immer noch mehr machen könnte und auch einige Wege der Bürokratie einsparen könnte. 

 

 

Diese Woche gab es einen Brand, bei dem über 100 Familien ihre Behausung verloren haben. Da die betroffenen Familien distribution of food cgrößtenteils sehr arm sind und auf einen Schlag auch noch die letzten Besitztümer verloren haben, sind sie extrem auf Hilfe angewiesen – für uns eine große Chance, Präsenz zu zeigen und zielgerichtete Unterstützung zu leisten. So wurden innerhalb sehr kurzer Zeit Kleiderspenden für die Betroffenen mobilisiert und wir haben an einer zentralen Stelle Mahlzeiten ausgeteilt. Bei diesem und auch bei anderen Projekten bemühen sich die Mitarbeiter um eine gute Zusammenarbeit, sowohl mit anderen Institutionen vor Ort wie z.B. dem Health Center, als auch mit den Zuständigen von der Verwaltung. Einerseits verzögert das gelegentlich geplante Aktionen, andererseits trägt es aber auch zu deren Erfolg und Verbreitung bei.

 

 

creative activity 2cViel Zeit nimmt natürlich auch die Auseinandersetzung mit den individuellen Lebenssituationen der vielen neuen Kinder in Anspruch. Dafür werden im Moment Interviews mit ihnen geführt. Anschließend stehen dann viele Besuche bei den verschiedenen Familien an, um sich einen eigenen Eindruck von der Situation der Kinder zu verschaffen. Auch wenn die besonderen Veranstaltungen  öffentlichkeitswirksamer sind und somit wirklich wichtig, halte ich die Aufarbeitung der Einzelfälle der Kinder für die derzeit allerwichtigste Tätigkeit – denn nur so kann die Kooperation mit den anderen Standbeinen wie dem „Home for Boys“ oder dem Schulpatenschafts-Programm wieder aufgenommen werden und dadurch den besonders bedürftigen Kindern langfristig und effektiv geholfen werden.

 

 

Ich persönlich bin jetzt seit 5 Wochen im „Drop In Center“ und habe schon viel von der Arbeit hier mitbekommen und lustige und Playing cproduktive Stunden mit den Kindern verbracht. Ab und zu bin ich überrascht, wie sehr man sich an eher kleinen Problemen aufhängen kann. Insbesondere die zügige und strukturierte Reaktion auf den Brand Anfang dieser Woche  hat mich hingegen sehr überzeugt!
Das Verhältnis zu den Kindern ist bei allen Mitarbeitern wohl sehr schnell äußerst gut gewesen und die Kinder haben, wie bereits am Anfang beschrieben, großes Interesse am „Drop In Center“. Das alles erscheint mir schon jetzt eine gute Basis für eine erfolgreiche Arbeit in dieser neuen Umgebung zu sein und ich bin froh und dankbar, diesen Neuanfang mitzuerleben und gestalten zu können.

 

Annika Siebert - Praktikantin

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