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Der Drogenkrieg brachte Manila und die Philippinen in den letzten Monaten immer wieder in die Schlagzeilen. Der Verkauf von Drogen ist für viele Filipinos ein lukrativer, wenn auch illegaler Weg, schnell an Geld zu kommen. Viele sehen in diesem schmutzigen Geschäft ein mögliches Sprungbrett, raus aus den elenden Slums. So auch Abdanis Familie...

Da Kinder noch nicht strafmündig sind, werden sie nicht selten als Drogenboten des unterirdischen Netzwerkes benutzt. Wenn die Minderjährigen geschnappt werden, kommen sie aufgrund der Gefährdung des Kindeswohles in kein Gefängnis, sondern in ein Heim. Wer kann, flieht. Und so beginnt der gefährliche Teufelskreis von Neuem.

Abdani ist ein Beispiel für eben Genanntes. Die Eltern des Neunjährigen sind im Drogengeschäft versumpft. In seinem Viertel ist Abdani als „der Junge, der Essen aus Läden und von Marktständen klaut“ bekannt gewesen.       
Täter oder Opfer? Abdani ist ein unschuldiges Kind, das Opfer der gefährlichen, mächtigen Spirale des philippinischen Drogenkrieges wurde.         

Vor einem Jahr wurde der Junge geschnappt und vom Jugendamt in das „Home for Boys“, das Kinderheim unserer Partnerorganisation gebracht.        
Es war ein harter Start für Abdani. Sein Alltag war plötzlich voll von Regeln und Routine. Auch wenn dies zu seinem Besten und zu seiner Sicherheit war, fühlte sich der Junge seiner Freiheit auf der Straße beraubt. Oft stand er nachts am Tor und weinte nach seinen Freunden und seinen Eltern, sie mögen ihn abholen. Dass sein altes Leben eine vordefinierte Sackgasse in Richtung Abgrund war, konnte der Junge nicht erkennen.

Als Abdani letztes Jahr über Weihnachten ein paar Tage nach Hause zu seinen Eltern ging, waren die Sozialarbeiter sehr gespannt.
Wird er wiederkommen? Wird er untertauchen?

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Man kann einen Menschen nicht zwingen, zu verstehen, was für ihn das Beste ist.
Man kann tausend Ratschläge geben – doch wenn sie nicht das Herz ansprechen, verlieren sie sich und werden schlechten Falls zu RatSCHLÄGEN. Grundlegende Entscheidungen muss jeder selbst treffen - halbherzig gedacht oder von außen übergestülpt, halten sie nicht lange.

Das klingt sehr hoffnungslos. Kommt eben Beschriebenes nicht einem Gefühl der Ohnmacht, einem Aufgeben gleich? Nach dem Motto: Wir können sowieso Nichts bewirken!   

Nein! Wir dürfen fest daran glauben, dass dem nicht so ist! Dass wir Kindern und deren Familien Hoffnung geben können, dass wir Veränderung anstoßen und voranbringen können.
Wir haben die Gute Nachricht, die uns alle Ohnmacht nimmt und uns wieder handlungsfähig macht.
Der Glaube den wir als Christen haben, gibt uns Hoffnung und macht Mut.
Denn Wir, Du und Ich, sind - Gott sei Dank - nicht alleine.

 

In dem Fall von Abdani bieten die Sozialarbeiter - soweit es ihnen möglich ist - ihre Unterstützung an, sie sind gute Vorbilder und lassen Abdani spüren, dass er wertvoll und geliebt ist – ein Kind Gottes!     
Und auch wir in Deutschland dürfen zu Gott beten und ihn bitten, dass Er wirkt und das Herz des Jungen und seiner Eltern berührt.


Abdani kam nach den Feiertagen wieder zurück.   
Diese freiwillige Rückkehr war ein Zeichen dafür, dass Hoffnung in dem Jungen aufgekeimt war. Er wollte nicht länger in der dunklen Sackgasse gefangen sein, sondern den neuen, helleren Weg einschlagen, der sich ihm nun aufgetan hat.      
Mit Gottes Hilfe hat er seine Entscheidung getroffen.
Beten wir um Kraft für das Kommende!

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