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In unserer Partnerorganisation SPECS gab es einen Wechsel in der Leitung. Nach 10 Jahren wurde die bisherige Exekutivdirektorin Sandra Camesa in den Ruhestand verabschiedet.

Sandra hatte mit großem Einsatz die verschiedenen Dienste in SPECS geordnet und Standards eingeführt: so war es ihr unter anderem gelungen, die Akkreditierung und Registrierung von SPECS bei der philippinischen Regierung zu bekommen. In ihrer Zeit wurde ein breites Netzwerk an Kontakten zu anderen Organisationen aufgebaut. Wir danken Sandra für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit CPI in diesen 10 Jahren.

 

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Ihre Nachfolge trat am 16.11.2018 Teresa Coman an. Teresa ist Philippina, 36 Jahre alt und mit dem Australier Mike verheiratet. Sie haben 2 Töchter, Ziva und Tala mit 8 und 6 Jahren. Teresa ist keine Unbekannte für uns. 2004 + 2005 hat sie bereits als junge Sozialarbeiterin bei SPECS gearbeitet. Sie kennt die Arbeit mit den Straßenkindern gut. Eine Freundschaft mit unserer Missionarin Sabine Hamann entstand und besteht bis heute. Teresa fühlte sich damals in ihrer Arbeit mit den Jungs oft hilflos – deswegen beschloss sie, sich weiter zu qualifizieren. Sie machte den Master in Sozialarbeit und ließ sich an einer Bibelschule in Theologie ausbilden.
Nach ihrer Heirat lebte sie mit ihrem Mann einige Jahre in Australien. Sie engagierte sich dort in der Flüchtlingsarbeit und sammelte dabei wertvolle interkulturelle Erfahrungen. Bei einem mehrmonatigen Einsatz in einem Flüchtlingscamp in Kambodscha war sie erschüttert über die zahllosen Familientragödien mit denen sie dort konfrontiert wurde.
Warum kam sie zurück zu SPECS und den Straßenkindern? Die Antwort ist einfach: Weil ihr die Kinder und Familien am Herzen liegen. Sie nennt „compassion“ (dt. Mitgefühl) als ihre größte Gabe. Wenn es darum geht, das Wohl der Kinder zu schützen und für sie einzutreten, dann erleben wir eine Teresa, die mit starker Überzeugung und Unerschrockenheit für die Kinder kämpft. Über Weihnachten/Neujahr wollte sie, dass die Mitarbeiter einige Tage frei haben, um bei ihren Familien sein zu können und aufzutanken. Für die meisten Kinder im „Home for Boys“ war es möglich, zu ihren leiblichen Familien zu gehen. Doch für vier Jungs musste eine andere Lösung gefunden werden: so wurde ein Kind von einer ledigen Mitarbeiterin zuhause aufgenommen, die andern drei Kinder wurden kurzerhand zwei Wochen lang Teil von Teresas Familie. Welch Weihnachtsgeschenk!

 

Tere2In den ersten Wochen hat Teresa als neue Leitung viel Zeit investiert, ihren Mitarbeitern „einfach“ zuzuhören. Sie wollte wissen, wie es jedem Einzelnen in der Arbeit geht, was ihn freut, was ihn belastet, wofür sein Herz schlägt. Das Wichtigste und Grundlegende, das sie in den ersten Monaten ihren Mitarbeitern geben wollte und auch gab, war Vertrauen. Schon in unserem ersten Skype-Gespräch im November, das ich von Peru aus mit ihr führte sagte sie: „ Ich möchte gern meine Mitarbeiter befähigen (empowern), dass sie in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen.“ Sie vermittelt den Hauseltern zudem Wertschätzung. Ihr Job ist weit mehr, als „nur“ auf die Kinder aufzupassen: „Ihr seid Teil im Heilungsprozess, den die Kinder im „Home for Boys“
erleben“. Deshalb gab sie ihnen auch einen neuen Titel: „Therapeutische Programm-Mitarbeiter“. Als die Mitarbeiter bei unserem Besuch im Januar ihre Aufgabe und Funktion präsentierten, konnte man deutlich spüren, wie stolz sie sind und wie ihr Selbstwertgefühl gewachsen ist.

 

Wir als CPI-Verantwortliche konnten nur staunen: Das Arbeitsklima hat sich deutlich verändert; die Mitarbeiter sind neu motiviert und zeigen Begeisterung für ihre Straßenkinderarbeit. Der Generationenwechsel in der Leitung ist gelungen!

 

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