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Eindrücke vom Besuch in einer anderen Welt

Vom 17.06. bis 05.07.2011 reiste eine siebenköpfige Reisegruppe unter Leitung von Miriam Kögler und Jochen Krautter nach Manila.

Wir wohnten im Kaagapay Center und lernten dort die 16 Straßenkinder und deren Betreuer kennen. Die erste Nacht inmitten der ärmlichen, stickigen und lauten Umgebung war sehr gewöhnungsbedürftig und gab uns nur bedingt die benötigte Erholung.

 

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Ein besonderes Erlebnis war der Besuch in einem 3D-Kinofilm, wozu die Reisegruppe die Kinder und deren Betreuer eingeladen hatte. Diese Zeit brachte auch die Möglichkeit, das Verhalten der Kinder zu betrachten und deren Situation zu begreifen – trotz Versorgung und Hoffnung, die das Heim bieten, kommt es häufiger zu Fluchtversuchen der Jungs, zurück in den Stadtteil Parañaque, aus dem sie stammen.

Der Stadtteil Parañaque, bietet für Augen und Nase einen schrecklichen Eindruck. Die Menschen hier leben vom Müll der Millionenmetropole – Kinder und Erwachsene sortieren Müll auf der Abladestelle, erhalten an Tauschstationen für das Sortierte etwas Geld.  Gewohnt wird in improvisierten und selbst zusammen gebauten Wellblech- oder Kartonhütten, die sich unter Anderem auch auf dem Friedhof befinden.

Inmitten dieses irreal erscheinenden Bezirks befindet sich das Drop-in-Center. Hier werden die Kinder tagsüber betreut - durch verschiedene Angebote erhalten sie Unterstützung bei Schularbeiten oder der Vorbereitung für Prüfungen. Zudem gibt es jeden zweiten Tag Ernährungsprogramme für die kleinsten Kinder des Viertels. Trotz der Armut, dem Schmutz und dem Gestank, der über dem Stadtteil liegt, strahlen diese Menschen Hoffnung aus. Man erkennt auch die Dankbarkeit für die Unterstützung, die durch CPI diesen Menschen geboten wird – vor allem die Unterstützung einer Patenschaft hat eine sehr große Bedeutung.

Die Reise nach Manila hat für uns bleibende Eindrücke hinterlassen. Primär tiefe Dankbarkeit für die Gnade, in Deutschland leben zu dürfen und alle Freiheiten und Möglichkeiten zu besitzen, wo wir doch dazu neigen, dies als „Gegeben“ hinzunehmen. Auch das Erkennen der seelischen Armut, die hier in Deutschland herrscht – auch wenn wir vieles besitzen, geben wir uns mit diesem nicht zufrieden. In Manila lebt man von der Hand in den Mund – jeden Morgen beginnt ein neuer Kampf gegen Hunger und Krankheit – und doch verlieren diese Menschen nicht Ihren Willen zu überleben.

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